| Siebdruck ist in unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken: täglich kommen wir mit Produkten in Berührung, die mit diesem Verfahren bedruckt sind: im Auto, beim Abspielen von CD's oder DVD's, beim Telefonieren, beim Bezahlen mit Kreditkarten, beim Bedienen von Tastaturen, um nur einige Beispiele zu nennen. |
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Der Siebdruck oder die Serigrafie ist ein direktes Druckverfahren, auch Durchdruckverfahren genannt. Schon im alten China war das Grundprinzip als Schablonendruck für Ornamente bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts fand der Siebdruck seinen Weg über Amerika nach Europa und hat sich da rasch ausgebreitet.
Grundprinzip des Siebdrucks:
Der Siebdruck gilt als das vierte Druckverfahren neben Hochdruck, Tiefdruck und Flachdruck. Im Gegensatz zu diesen wird die Farbe nicht direkt von der Druckform auf das Papier übertragen, sondern durch die Druckform auf das Papier durchgedrückt. Diese besteht beim Siebdruck aus einem straff auf einen Rahmen gespannten, feinmaschigen, durchlässigen Sieb (daher der Name), das früher aus Seide oder Gaze, heute aus Polyestergewebe, aber auch aus einem sehr feinen Drahtnetz sein kann.
Dieses Sieb wird entspechend dem Motiv durch verschiedene Techniken abgedeckt bzw. undurchlässig gemacht, und zwar nur dort, wo später auf dem Papier keine Farbe erscheinen soll; die später farbig werdenden Stellen bleiben "offen".
Siebdruck-Schablone
Beim Drucken streicht man die auf der Sieboberseite befindliche Farbe mit einer Rakel durch das Sieb auf das daunterliegende Druckgut. Diejenigen Stellen, die auf dem Sieb nicht abgedeckt sind, werden gedruckt und ergeben somit das Bild. |